Die Haut ist nicht nur ein Organ, sie ist sogar das größte von allen. Beim Erwachsenen weist sie eine Fläche
von 1,5–2 m2 und ein Gewicht von ca. 3,5–10 kg auf. An den Körperöffnungen geht die Haut in die Schleimhäute
der inneren Körperoberflächen über.
Die wichtigsten Funktionen der Haut sind:

  • Abgrenzung der „Innenwelt“ von der „Außenwelt“ und Schutz des Körpers sowohl vor unkontrolliertem
    Verlust körpereigener Substanzen als auch vor schädlichen Umwelteinflüssen.
  • Aufnahme von Sinneseindrücken aus der Außenwelt.
  • Speicher- und Stoffwechselaufgaben, z. B. Fettspeicherung, Vitamin-D-Bildung.
  • Teil der Immunabwehr, z. B. als äußere Schutzbarriere und durch die in ihr enthaltenen Abwehrzellen.
  • Mitregulation von Wasserhaushalt (z. B. in Form von Schweiß) und Körpertemperatur, Beteiligung an
    der Aufrechterhaltung der Homöostase.
    Die Haut besteht aus drei Schichten:
  • Die Oberhaut (Epidermis) als äußerster Schicht. Sie ist gefäßlos und besteht aus einem mehrschichtigen
    verhornten Plattenepithel.
  • Die Lederhaut (Dermis), welche unter der Oberhaut liegt. Sie enthält kollagene und elastische Fasern.
    Dies verleiht der Haut einerseits Reißfestigkeit und andererseits Elastizität.
  • Der darunter liegenden Unterhaut (Subkutis). Diese besteht aus lockerem Bindegewebe. Sie ist die Verschiebeschicht
    der Kutis zu den darunter liegenden Schichten wie Muskelscheiden oder Knochenhaut.
    Zwar gehören anatomisch betrachtet nur die Ober- und Lederhaut zur Haut (Kutis). Im allgemeinen Sprachgebrauch
    werden jedoch alle drei Schichten als Haut zusammengefasst, da sie funktionell eine Einheit bilden.

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