von Veronika Rojacher | Content Strategist | Medical Education DACH | ELSEVIER
Ab Frühjahr 2027 ist der TMSnat der bundesweite Eignungstest für Human-, Zahn- und Tiermedizin. Er läuft etwa fünf Stunden und hat sieben Untertests, alle im Multiple-Choice-Format. Manche Untertests sind dir vielleicht schon begegnet, andere hast du noch nie gesehen – in diesem Beitrag stellen wir dir alle anhand von Beispielen vor.
Der Überblick
| # | Untertest | Aufgaben | Zeit |
| 1 | Naturwissenschaftliche Kenntnisse | 40 | 60 min |
| 2 | Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis | 20 | 50 min |
| 3 | Quantitative und formale Probleme | 20 | 50 min |
| — | Pause | — | 60 min |
| 4 | Fakten lernen (Einprägephase) | 20 | 6 min |
| 5 | Textverständnis | 20 | 50 min |
| 6 | Fakten lernen (Reproduktionsphase) | 20 | 7 min |
| 7 | Diagramme und Tabellen | 20 | 50 min |
| 8 | Arithmetisches Problemlösen | 16 | 25 min |
Quelle: Geplante Zusammensetzung des TMSnat (tms-info.org), Stand 26.06.2026
1. Naturwissenschaftliche Kenntnisse
40 Aufgaben | 60 Minuten | ~1,5 min pro Aufgabe
Biologie, Chemie, Physik, Mathematik. Im Unterschied zu anderen Untertests geht es hier nicht ums Schlussfolgern, sondern ums Wissen: Entweder du kennst die Antwort, oder nicht.
40 Aufgaben in 60 Minuten lassen wenig Spielraum zum Nachdenken. Wer den Stoff beherrscht, kommt gut durch. Beim Raten geht zu viel Zeit verloren.
Vorbereitung: z.B. Oberstufenwissen in Bio, Chemie, Physik und Mathe auffrischen, den Ham-Nat-Stoff kennen. Um ein Gespür zu erhalten, wirf einen Blick ins HAM-Nat Lernskript. Hier findest du eine Leseprobe.
Beispiel Biologie:
Wie wird die kleinste funktionelle Einheit der quergestreiften Muskulatur genannt?
A) Zentromer
B) Zentrosom
C) Chromosom
D) Kinetosom
E) Sarkomer
E: Die kleinste funktionelle Einheit der quergestreiften Muskulatur, bestehend aus Aktin, Myosin und weiteren Strukturproteinen, wird als Sarkomer bezeichnet. Chromosomen sind die Träger der Erbinformation und in jeder kernhaltigen Zelle zu finden. Ein spezieller Abschnitt auf Chromosomen wird als Zentromer bezeichnet. Das Zentrosom besteht aus Zentriolen und dient als organisatorisches Zentrum für die Mikrotubuli im Zytosol. Kinetosomen dienen als Verankerungsstelle von Kinozilien, einer bestimmten Form der zellulären Oberflächendifferenzierung.
Beispiel Chemie:
Wie ist die Massenzahl definiert?
A) Anzahl der Elektronen
B) Anzahl der Neutronen
C) Anzahl der Protonen
D) Summe der Protonen und Neutronen
E) Anzahl der Positronen
D: Die Massenzahl ist definiert als die Summe der Protonen und Neutronen. Diese beiden Teilchenarten besitzen in etwa die identische Masse und sind um ein ca. 2000-Faches schwerer als Elektronen. Die Masse eines Atoms hängt also nahezu ausschließlich von der Anzahl dieser beiden Teilchenarten ab – daher der Begriff der Massenzahl. Die Anzahl der Protonen wird mit der Ordnungszahl erfasst und bestimmt die Zugehörigkeit eines Atoms zu einem Element. Für die anderen Größen existieren keine feststehenden Begriffe.
2. Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis
20 Aufgaben | 50 Minuten | ~2,5 min pro Aufgabe
Du bekommst einen Text oder ein Szenario mit naturwissenschaftlichem oder medizinischem Kontext – und musst daraus Schlüsse ziehen. Es geht nicht darum, etwas auswendig zu wissen, sondern darum, unbekannte Informationen schnell zu durchdringen und logisch weiterzudenken.
2,5 Minuten pro Aufgabe klingen entspannt – tatsächlich liegt die Herausforderung darin, relevante von irrelevanter Information zu trennen, bevor die Zeit knapp wird.
Die Aufgabenstellungen erfolgten bisher in zwei Varianten:
- Aus fünf Aussagen ist die einzig korrekte auszuwählen.
- Es ist eine Kombination aus drei oder vier präsentierten Aussagen zum Text zu erkennen.
Vorbereitung: Übe, naturwissenschaftliche Texte strukturiert zu lesen: Was ist gegeben? Was wird gefragt? Was ist Ablenkung? Arbeitsbuch: TMS und EMS – Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis.
2 Beispiele:
- Die Trisomie 21 ist mit einer Inzidenz von 1 : 600 Lebendgeborenen die häufigste autosomale Chromosomenaberration des Menschen. Das Risiko steigt mit dem Alter der Mutter bei der Konzeption. Zu den klinischen Symptomen gehören Intelligenzminderung und typische morphologische Erscheinungsbilder wie Brachycephalus, Epikanthus, Fazies mit flachem Gesicht, kleine Mundhöhle mit oft offenstehendem Mund und vergrößerter vorstehender Zunge, Kleinwuchs und muskuläre Hypotonie. Hände und Füße sind meist auffällig klein, die Finger verkürzt. Häufig treten Herzfehler auf. Auch Stenosen und Atresien des Magen-Darm-Trakts werden mit der Trisomie 21 assoziiert. Erkrankte sind zudem anfälliger für Infekte und Leukämie.
Welche Aussage kann aus dem Text abgeleitet werden?
A) Inzidenz bezeichnet die Anzahl an Personen, die derzeit an einer Krankheit leiden.
B) Die Symptome einer Trisomie 21 verstärken sich mit zunehmendem Alter.
C) Personen mit Trisomie 21 erkranken im Allgemeinen häufiger an Leukämie.
D) Das Alter des Vaters ist für die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Trisomie 21 irrelevant.
E) Muskuläre Hypertrophie gehört zum Symptombild der Trisomie 21.
C: Der Text sagt explizit: „Erkrankte sind zudem anfälliger für … Leukämie.“ – das ist eine direkte Textstelle, aus der C unmittelbar ableitbar ist.
- Die Muskulatur ist auf ATP angewiesen; einerseits um ihre Mikrostruktur und ihre Ionengradienten aufrechtzuerhalten, andererseits um eine Kontraktion der Myofilamente Aktin und Myosin zu ermöglichen. Bei der Kontraktion wird ATP benötigt, um die Myofilamente wieder voneinander zu lösen. ATP wird hierzu vom Skelettmuskel hauptsächlich über Glycolyse und β-Oxidation von Fettsäuren und den anschließenden Schritten des Citratzyklus bzw. der Atmungskette gewonnen. Bei akutem Energiebedarf, der die Sauerstoffversorgung übertrifft, kann das ATP auch anaerob gewonnen werden. Hierbei bildet sich jedoch Milchsäure, die den Muskel bei länger anhaltender Belastung an eine Schmerzgrenze bringt. Das Kontraktionsverhalten und der Energiebedarf unterscheiden sich bei Skelettmuskulatur (rot und weiß), Kardiomyozyten und glatter Muskulatur.
Welche der folgenden Aussagen lässt sich oder lassen sich aus den Inhalten des Textes ableiten?
I. ATP wird in der β-Oxidation verbraucht.
II. ATP kann auch sauerstoffunabhängig gewonnen werden.
III. Die Kardiomyozyten des Herzens sind resistent gegen Milchsäure.
IV. Aus Proteinen kann kein ATP gewonnen werden.
A) Nur Aussage I.
B) Nur Aussage II.
C) Aussagen I und III.
D) Aussagen II und IV.
E) Aussagen II und III.
B: II ist ableitbar. Der Text sagt: „Bei akutem Energiebedarf, der die Sauerstoffversorgung übertrifft, kann das ATP auch anaerob gewonnen werden.“ Anaerob = sauerstoffunabhängig. Direkte Textstelle, eindeutig.
3. Quantitative und formale Probleme
20 Aufgaben | 50 Minuten | ~2,5 min pro Aufgabe
Dieser Untertest prüft die Fähigkeit, quantitative Probleme durch mehrstufiges mathematisches Schlussfolgern zu lösen – aber ohne Taschenrechner. Gefragt sind Dreisatz, Prozentrechnungen, Wachstums- und Mengenaufgaben; medizinisches Vorwissen ist nicht nötig.
Vorbereitung: Übe Rechnen ohne Taschenrechner, denn die Aufgaben kosten später viel Zeit, wenn man bei der Vorbereitung mogelt und dem Verlangen nachgibt zum Hilfsmittel zu greifen! Arbeitsbuch: TMS und EMS – Quantitative und formale Probleme.
2 Beispiele:
- Eine seltene tödliche Krankheit entsteht in einem Viertel aller Fälle durch Erreger A und in drei Viertel aller Fälle durch Erreger B. Unter 100.000 Todesfällen in einem Land waren 200 Menschen, die an jener Krankheit gestorben sind, die also entweder Erreger A oder Erreger B trugen.
Wie groß ist der Anteil der Toten mit Erreger B?
A) 11,5 Prozent
B) 1,5 Prozent
C) 1,1 Prozent
D) 0,2 Prozent
E) 0,15 Prozent
E: Berechnung

- Eine wässrige Lösung besteht aus einem Liter mit Y Molekülen Glucose. Eine weitere wässrige Lösung beinhaltet T Moleküle eines Medikaments pro Liter. Der zuletzt genannten Lösung werden 200 ml entnommen. Diese 200 ml werden mit 100 ml reinem Wasser und 200 ml der Glucose-Lösung vermischt.
Wie viele Moleküle Glucose und wie viele Moleküle des Medikaments befinden sich in 100 ml der entstandenen Mischung?

A: Berechnung
200 ml Medikament-Lösung enthalten 1/5 T; 200 ml Glucose-Lösung enthalten 1/5 Y; mit 100 ml Wasser sind es insgesamt 500 ml Flüssigkeit, die 1/5 T und 1/5 Y enthalten. Davon sind 100 ml, also 1/5, zu entnehmen → führt zu 1/25 T und 1/25 Y in den entnommenen 100 ml
4 + 6. Fakten lernen
20 Aufgaben | 6 min (Einprägen) + 7 min (Abrufen)
Dieser Untertest läuft in zwei Phasen, die durch einen anderen Untertest getrennt sind. In Phase 1 hast du 6 Minuten, um dir Informationen einzuprägen – bisher waren das Namen, Alter, Beruf, Eigenschaften, Krankheiten.
Dann folgt der Untertest Textverständnis. Danach musst du deine Merkfähigkeit in Bezug auf die Fakten unter Beweis stellen – jetzt hast du 7 Minuten, um sie zu reproduzieren.
Geprüft wird, wie gut du dir etwas merkst und behältst, während du parallel andere Aufgaben bearbeitest.
Vorbereitung: Mnemotechniken – Eselsbrücken, Geschichten, visuelle Anker – sind hier entscheidend. Diese Fähigkeit lässt sich gut trainieren mit TMS und EMS – Fakten lernen.
Beispiel:
Einprägephase

Reproduktionsphase

Lösungen:
| Übung | Lösung |
| 1 | B |
| 2 | A |
| 3 | E |
| 4 | C |
| 5 | C |
| 6 | D |
| 7 | B |
| 8 | A |
| 9 | A |
| 10 | B |
5. Textverständnis
20 Aufgaben | 50 Minuten | ~2,5 min pro Aufgabe
Die Aufgabe besteht darin, wissenschaftliche Texte zu lesen und mehrere Fragen zu diesem Text zu beantworten. Die Texte sind lang und teilweise sehr anspruchsvoll in der Struktur. Vorwissen wird jedoch nicht verlangt, denn alles steckt bereits im Text. Bisher unterscheidet man zwischen zwei Arten von Aufgabenstellungen:
- Zum einen soll aus den fünf Antwortmöglichkeiten die einzig richtige ausgewählt werden.
- Die zweite Variante besteht darin, aus drei bis vier Aussagen die einzig richtige Kombination herauszufinden.
2,5 Minuten sind nicht üppig, denn der Text muss erst einmal gelesen werden.
Vorbereitung: Aktives Lesen üben: Hauptaussage, Argumente erfassen und das Lesetempo kontinuierlich steigern. Arbeitsbuch: TMS und EMS – Textverständnis.
Beispiel:
[…] Weiter unterteilt wird das Langzeitgedächtnis in ein non-deklaratives, implizites Gedächtnis sowie ein deklaratives, explizites Gedächtnis. Ersteres umfasst Lernprozesse, die ohne eine Bewusstmachung des Lernprozesses verarbeitet werden. Dazu zählen perzeptuelles und prozedurales Lernen sowie Konditionierung und Priming. Unter dem perzeptuellen Gedächtnis versteht man ein erleichtertes Erinnern von ähnlichen erlebten oder früher bereits wahrgenommenen Reizen. Beispielsweise lässt sich normalerweise jeder Apfel einwandfrei als ein solcher identifizieren, obwohl man nicht alle Äpfel der Welt gesehen hat. Konditionierung beruht auf assoziativen Lernprozessen, bei denen zwei Reize miteinander verknüpft werden, z. B. Training mit Belohnung oder Strafe bei Nichteinhalten. Prozedurales Gedächtnis umfasst motorische Fähigkeiten und definierte Handlungsabläufe. Auch dieses Gedächtnis läuft unbewusst ab. Einmal gelernt, kann man vermutlich immer Fahrradfahren, und zwar ohne sich bewusst an die einzelnen Teilschritte erinnern zu müssen; im Gegenteil, dies würde es sogar erheblich erschweren. Priming oder „Bahnung“ beschreibt, wie Erlebtes durch Gelerntes in eine „Richtung gedrückt“ wird. Sieht man zufällig eine kleine Zahl und muss danach eine Schätzung bspw. zu einer Menge abgeben, wird die Schätzung kleiner ausfallen.
Genannten Formen ggü. steht das deklarative, explizite Gedächtnis, bei dem Lernprozesse durch bewusste Aufnahme von Informationen erfolgen, die auch bewusst und aktiv wieder abgefragt werden können. Hier unterscheidet man erneut das episodische Gedächtnis: Persönliche Erfahrungen werden autobiographisch gespeichert, und das semantische Gedächtnis: Abspeichern von Fakten, zu denen wir keinen persönlichen Bezug haben („Allgemeinwissen“).
Gedächtnisinhalte sind zu einem gewissen Grad räumlich getrennt. Der Hippocampus ist z. B. in erster Linie für deklarative Gedächtnisinhalte zuständig, weniger für non-deklarative. Außerdem ist eine gewisse Hemisphärendominanz (Lateralisierung) feststellbar. So werden verbale Gedächtnisinhalte in der Hippocampus-Formation der dominanten Hemisphäre verarbeitet. Das ist wenig überraschend, da sich auch das motorische und sensorische Sprachzentrum in dieser Hemisphäre befinden.
Als Konsolidierung bezeichnet man die Überführung von Wissen vom Arbeits- ins Langzeitgedächtnis. Sie beruht auf der perseverierenden Aktivität von Neuronenverbänden, die die Ausbildung permanenter Gedächtnisspuren fördert (betrifft v. a. das semantische Gedächtnis, aber auch Bewegungen). Morphologische Basis dessen sind Synapsen (inkl. dendritischer Dornen), die vermehrt gebildet werden sowie eine erhöhte Neurotransmitter-Ausschüttung. Jedoch ist die Konsolidierung störanfällig. Ablenkung bzw. Vermischung mit anderen Inhalten verwischt die Gedächtnisspuren und reduziert die Gedächtnisleistung. Sie funktioniert daher besonders gut im Schlaf, da die Störfaktoren hier auf ein Minimum reduziert sind. Konsolidierung als eigentlicher Lernprozess geschieht damit auf zellulärer Ebene. Die Änderungen neuronaler Strukturen, in Abhängigkeit von der Aktivität dieser Strukturen, bezeichnet man auch als neuronale Plastizität. Die Volumenvergrößerung bestimmter Hirnareale durch intensives Üben ist eine Folge neuronaler Plastizität.
Ein Beispiel für gestörte Lernprozesse ist das Korsakow-Syndrom. Hierbei handelt es sich um eine Form der Amnesie, die im Rahmen von Alkoholabusus auftreten kann. Neben ausgeprägten Orientierungsstörungen sowie Störungen der Frontalhirnfunktion liegt eine anterograde und retrograde Amnesie vor. Die vorhandenen Gedächtnislücken werden von den Betroffenen unbewusst mit erfundenen, objektiv falschen Inhalten gefüllt. Die Betroffenen halten diese Inhalte für wahr, auch wenn die gleiche Lücke jedes Mal mit einem anderen Inhalt gefüllt wird (Konfabulation).
- Welche Aussage zu Gedächtnisformen trifft zu?
A) Bei impliziten Gedächtnisvorgängen erfolgt eine Bewusstmachung des Lernprozesses.
B) Priming ist eine Form des deklarativen Gedächtnisses.
C) Belohnung und Strafe sind zentrale Elemente des prozeduralen Lernens.
D) Das episodische Gedächtnis speichert Bewegungsabläufe.
E) Der Begriff „Allgemeinwissen“ kann stellvertretend für semantisches Gedächtnis verwendet werden. - Welche der folgenden Aussagen lässt sich oder lassen sich aus den Inhalten des Textes ableiten?
I. Der Hippocampus ist in erster Linie für das explizite Gedächtnis zuständig.
II. Die Lateralisierung des Hippocampus unterscheidet sich meist von der des Großhirns.
III. Neuronale Plastizität beschreibt die Neubildung von Synapsen, aber auch lokale Volumenzunahmen des Gehirns.
IV. Die Konfabulation ist ein Symptom des Korsakow-Syndroms.
A) Jede der Aussagen.
B) Aussagen III und IV.
C) Aussagen I und II.
D) Aussagen I, III und IV.
E) Aussagen II und IV.
- Welche der folgenden Aussagen lässt sich oder lassen sich aus den Inhalten des Textes ableiten?
I. Das sensorische Sprachzentrum befindet sich normalerweise in einer anderen Hemisphäre als das motorische.
II. Von Konsolidierung spricht man nur bei expliziten Lernprozessen.
III. Konsolidierung erfolgt in erster Linie noch während des Lernprozesses.
IV. Keine der Aussagen.
A) Nur Aussage I.
B) Nur Aussage II.
C) Nur Aussage III.
D) Aussagen II und III.
E) Nur Aussage IV.
- Das Korsakow-Syndrom …
A) … tritt nur und immer nach Alkohol-Konsum auf.
B) … führt aufgrund einer Beeinträchtigung des Frontalhirns zu Orientierungsstörungen.
C) … führt zu unfreiwilligem „Lügen“.
D) … betrifft nur den Hippocampus.
E) … ist nur durch anterograde Amnesie geprägt.
- Welche Form des Gedächtnisses ist NICHT non-deklarativ?
A) Das prozedurale Gedächtnis.
B) Priming.
C) Das episodische Gedächtnis.
D) Konditionierung.
E) Das perzeptuelle Gedächtnis.
- Welche Aussage lässt sich aus den Inhalten des Textes ableiten?
A) Belohnung und Strafe erfolgen immer bewusst.
B) Das Lernen für eine Prüfung erfolgt v. a. explizit.
C) Die „Gedächtnisspuren“ des Langzeitgedächtnisses persistieren (außer bei Demenz-Erkrankungen o. ä.) für immer.
D) Bei bewussten Lernprozessen ist Bestrafung sinnvoll.
E) Konsolidierung findet auf molekularer Ebene statt.
Lösungen:
| Übung | Lösung |
| 1 | E |
| 2 | D |
| 3 | E |
| 4 | C |
| 5 | C |
| 6 | B |
7. Diagramme und Tabellen
20 Aufgaben | 50 Minuten | ~2,5 min pro Aufgabe
Komplexe Tabellen, Säulen-, Balken-, Kreisdiagramme bis hin zu dreidimensionalen Diagrammen analysieren und interpretieren. Um ein Gespür für die Schwierigkeiten und Tücken zu bekommen, sollte für die Vorbereitung etwas mehr Zeit veranschlagt werden. Es gibt bisher zwei Typen von Aufgabenstellungen:
- Entweder ist aus fünf Aussagen die einzig richtige auszuwählen
- oder aus drei oder vier vorangestellten Aussagen die Kombination der richtigen und falschen Aussagen anzugeben.
Vorbereitung mit Arbeitsbuch: TMS und EMS – Diagramme und Tabellen.

E: Es ist nur angegeben, welchen Anteil Frauen an allen Spielern dieser Spieleart ausmachen. Es sind keine Aussagen darüber möglich, welchen Anteil die Spielerinnen an allen Frauen ausmachen oder wie viele Spieler die jeweilige Spieleart hat. E) richtig, da bei Browser-Games lediglich 4 % mehr der Spieler männlich als weiblich sind, verglichen mit 20 % bei Online-Games.

D: Es lassen sich keine Aussagen über die gesamte Bevölkerung treffen, nur über die Befragten. Es lassen sich auch keine Aussagen darüber treffen, wie viel Angst die Menschen hatten. D) richtig, da die Balken für beide Jahre 35 % überschreiten.
8. Arithmetisches Problemlösen
16 Aufgaben | 25 Minuten | ~1,5 min pro Aufgabe | kein Taschenrechner
Prozentrechnung, Dreisatz, Einheitenumrechnung – für die meisten Schulstoff, aber beim TMSnat muss das unter Zeitdruck und ohne Hilfsmittel gekonnt werden. Wer das schriftliche Rechnen lange nicht mehr geübt hat, merkt hier schnell, wie viel Zeit das kostet.
Vorbereitung: Kopfrechnen und schriftliches Rechnen regelmäßig trainieren. Es reicht nicht, die Methode zu kennen – sie muss wirklich sitzen.
2 Beispiele:
- Ein Patient soll ein Medikament in einer Dosis von 0,5 mg pro kg Körpergewicht (kg KG) erhalten. Er wiegt 80 kg. Das Medikament liegt als 2‑mg/ml-Lösung vor.
Wie viele Milliliter der Lösung sind zu verabreichen?
A) 10 ml
B) 16 ml
C) 20 ml
D) 40 ml
E) 80ml
C: Benötigte Dosis = 0,5 mg/kg KG × 80 kg = 40 mg; Lösungsmenge = 40 mg ÷ 2 mg/ml = 20 ml
- Ein Laborwert für Blutglukose beträgt 180 mg/dl. Der Referenzwert für Nüchternblutzucker liegt bei 100 mg/dl. Umrechnungsformel: mmol/l = mg/dl ÷ 18.
Um wie viele mmol/l übersteigt der gemessene Wert den Referenzwert?
A) 3,3 mmol/l
B) 4,4 mmol/l
C) 5,6 mmol/l
D) 8,9 mmol/l
E) 10,0 mmol/l
B: Blutzuckerdifferenz = 180 − 100 = 80 mg/dl; 80 ÷ 18 ≈ 4,4 mmol/l
Stay informed
Die erste Durchführung des TMSnat ist für den 8./9. Mai 2027 geplant. Voraussichtlich im Februar 2027 beginnt die Anmeldephase.
Wir von Elsevier bleiben weiter für euch dran und halten euch natürlich auf dem Laufenden!
Quelle der Beispielaufgaben erstellt vom Lektorat und aus: TMS & EMS Kompendium Sonderedition – Alle Untertests, Kursbuch und Simulation für den Medizinertest im Schuber

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