Ausscheidung von mehr als 3 000 ml Urin in 24 Std.; weiterführende Stichworte: Blasenkatheter, Dehydratation/Exsikkose, Dehydratationsgefahr, Diabetes
mellitus/ Zuckerkrankheit, Flüssigkeitsbilanzierung, Harninkontinenz/Urininkontinenz, Infusion, Kontinenzförderung, Nykturie, Schlafstörungen, Sturzgefahr
Informationen sammeln
- Seit wann sind Symptome bekannt?
- Wird Pat. wegen seiner Polyurie behandelt?
- Vorerkrankungen?
Ursachen
- Erhöhte Flüssigkeitsaufnahme?
- Diabetes mellitus/Hyperglykämie?
- Diabetes insipidus?
- Nierenerkrankung?
- Hyperkalzämie?
- Diuretikaeinnahme/Überdosierung?
- Alkoholkonsum?
- Nykturie?
- Herzerkrankung?
Symptome
- Urin?
– Menge? Häufigkeit? Farbe? - Durstgefühl (Polydipsie)?
- Flüssigkeitsaufnahme?
- Dehydratation/Hautturgor?
- Obstipation?
- Schwäche?
- Puls?
- Blutdruck?
- Sturzgefahr?
- Thrombosegefahr?
- Gefahr des Coma diabeticum?
Ressourcen
- Pat. ist in der Lage, die ausgeschiedene Flüssigkeitsmenge durch Flüssigkeitszufuhr wieder auszugleichen
- Nierenfunktion ist intakt
- Pat. ist kontinent
- Pat. ist orientiert
- Pat. kann selbstständig die Toilette aufsuchen
Ziele festlegen
- Urinmenge ist physiologisch
- Flüssigkeitsbilanz ist ausgeglichen
- Pat. nimmt individuell angepasste Flüssigkeit zu sich, z. B. nach D-A-CH Referenzwerttabelle
- Pat. kann am sozialen Leben teilnehmen
- Pat. ist kontinent
- Pat. hat ausreichende Nachtruhe/Schlaf
- Folgekomplikationen sind verhindert
Maßnahmen planen
- Miktionsprotokoll
- Flüssigkeitsbilanz
- Vitalzeichenkontrolle
- Ggf. Medikamente nach Anordnung
- Thromboseprophylaxe
- Flüssigkeit entsprechend der Ausscheidung anbieten oder verabreichen
- Ggf. Toilettenstuhl ans Bett stellen
- Inkontinenzprodukte je nach Situation einsetzen
- Auf korrekte Intimhygiene achten
- Angehörige einbeziehen
- Ggf. Expertenstandard Sturzprophylaxe in
der Pflege anwenden
Ergebnisse prüfen
- Wohlbefinden
- Miktionsprotokoll
- Flüssigkeitsbilanz
- Laborwerte
- Vitalzeichen
- Compliance

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