Erhöhter Blutzuckerspiegel im Blut; syn. Blutzuckererhöhung; weiterführende Stichworte: Adipositas/Übergewicht, Bauchschmerzen/Abdominalschmerzen,
Bewusstseinsveränderung/Vigilanzstörung, Diabetes mellitus/Zuckerkrankheit, Erbrechen/Emesis, Hypercholesterinämie, Schwindel/Vertigo,
Sturzgefahr, Übelkeit/Nausea
Informationen sammeln
▷ Screening zur Ermittlung des Blutzuckerspiegels
- Wie und seit wann zeigt sich die Hyperglykämie?
- Ist Diabetes bekannt?
- Diabetisches Koma?
Ursachen
- Diabetes mellitus? Welche Form?
- Therapie mit Cortison?
- Akuter Stress/Trauma/Sturz?
- Infekte?
- Alkoholkonsum?
- Dosierungsfehler von Insulin-Injektion?
Symptome
- Wie hoch ist der Blutzucker?
- Begleitsymptome?
– Starker Durst (Polydipsie)?
– Urinmenge?
– Polyurie?
– Oligurie/Anurie?
– Urinfarbe?
– Dehydratation?
– Appetitlosigkeit?
– Übelkeit?
– Erbrechen?
– Bauchschmerzen?
– Schwäche?
– Haut? Trocken, heiß?
– Kußmaul-Atmung?
– Azetongeruch der Atmung?
– Schlaffe Muskulatur?
– Krämpfe?
– Bewusstseinszustand? - Orientierung?
- Pulsfrequenz? Tachykardie?
- Blutdruck? Hypotonie?
- Verlangsamte Reflexe?
- Hypotone Muskulatur?
- Schock?
- Bewusstseinsstörung?
Ressourcen
- Pat. kennt Ursache der Hyperglykämie
- Pat. kann BZ-Werte selbst kontrollieren
- Pat. kann selbst Insulin spritzen
- Pat. führt ein Diabetikertagebuch
- Pat. ist orientiert
- Guter AZ des Pat.
Ziele festlegen
- Blutzuckerspiegel des Pat. wird konstantangsam gesenkt max. 50 mg/dl in einer Stunde bei BZ-Werten von <250 mg/dl
- Pat. hat einen Blutzuckerspiegel im Normbereich (HbA1c < 7)
- Pat. kennt Möglichkeiten der Stoffwechselselbstkontrolle und wendet diese selbstständig an (BZ-Kontrolle, Diabetiker-Tagebuch, etc.)
- Pat. kennt die Blutzuckerwirksamkeit der Nahrungsmittel und passt seine Ernährung an den Blutzuckerspiegel an
- Pat. kennt die Therapie und kann eigenständig Korrekturen der Behandlung vornehmen
- Pat. setzt blutzuckersenkende Medikamente regelmäßig und kontrolliert ein
- Pat. kennt den Einfluss von körperlicher Bewegung auf den Blutzuckerspiegel und kann eigenständig Anpassungen vornehmen
- Pat. kennt Frühzeichen einer Hyperglykämie
Maßnahmen planen
- Bei Bewusstseinsstörung Notfallmaßnahmen
- Aspirationsprophylaxe
- Vermehrte Vitalzeichenkontrolle
- Ggf. alle notwendigen Prophylaxen
- Vermehrte BZ-Kontrollen (oft stündlich)
- Ggf. Flüssigkeitsbilanzierung
- Beratung/Schulung des Pat. und ggf. seiner
Angehörigen (Diabetesschulung):
– Ursachen und Verlauf der Erkrankung
– Komplikationen
– Medikamentöse Therapie
– Blutzuckertagebuch
– Ernährungsberatung
– Haut- und Fußpflege
– Notfallmaßnahmen
– Bewegung - Anleitung zur/zum:
– Blutzuckerermittlung durch einen
Glukosesensor
– Blutzuckerschnelltest
– Richtigen Gebrauch von Insulin und entsprechenden
Applikationshilfen - Vermehrt Getränke anbieten
- Angehörige und Umfeld, z. B. Schule, in Notfallmaßnahmen einweisen
- Kontakt zu Selbsthilfegruppen herstellen
- Ggf. Neueinstellung der Medikamenten
Ergebnisse prüfen
- Laborwerte
- Flüssigkeitsbilanzierung
- Vitalzeichen
- Bewusstseinslage
- Krankheitsverständnis, Compliance
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