Weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche; weiterführende Stichworte: Adipositas/Übergewicht, Immobilität/Bewegungseinschränkung, Bauchschmerzen/ Abdominalschmerzen, Flüssigkeitsbilanzierung, Multiple Sklerose/Encephalomyelitis disseminata, Obstipationsgefahr, Parkinsonsyndrom, Schmerzen, Übelkeit/Nausea
Informationen sammeln
▷ Assessment, z. B. mit Rom-IV-Kriterien
- Seit wann bestehen Symptome?
- Wie zeigen sich die Symptome?
- Wie oft hat der Pat. zu Hause Stuhlgang?
- Welche Form hat der Stuhl des Pat. (Bristol-Stuhlformen-Skala)?
- Was unternimmt der Pat. gegen die Obstipation
Ursachen
- Flüssigkeitsmangel?
- Fieber?
- Wenig Bewegung/Bettlägerigkeit?
- Lähmungen?
- Adipositas?
- Erkrankungen des Darms/Analregion?
- Neurologische Erkrankungen?
– Multiple Sklerose?
– Lähmungen? - Zustand nach Operation (Peristaltikstörung)?
- Ballaststoffarme Ernährung?
- Kuhmilchallergie?
- Stress?
- Depression?
- Missbrauch von Abführmitteln?
- Medikamente (Nebenwirkungen)?
- Zustand des Gebisses?
Syptome
- Stuhl?
– Menge?
– Häufigkeit?
– Konsistenz?
– Farbe?
– Blutspuren? - Belegte Zunge?
- Völlegefühl?
- Übelkeit?
- Blähungen?
- Appetitlosigkeit?
- Bauchschmerzen
- Schmerzen beim Stuhlgang?
- Scham?
Ressourcen
- Pat. hat zu Hause regelmäßig Stuhlgang
- Pat. ernährt sich ausgewogen und ballaststoffreich
- Pat. kennt Strategien gegen Obstipation
- Keine zusätzlichen Erkrankungen
Ziele festlegen
- Pat. hat beschwerdefrei Stuhlgang
- Folgekomplikationen wie Hämorrhoiden und Ileus sind vermieden
- Der Pat. ist über obstipationsprophylaktische Maßnahmen informiert und akzeptiert sie bzw. kann sie anwenden
- Pat. ernährt sich ballaststoffreich
- Pat. trinkt täglich individuell angepasste Trinkmenge nach D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr
- Pat. bewegt sich regelmäßig
- Pat. kennt Wirkung von Laxanzien und
kann deren Einsatz einschätzen
Maßnahmen planen
- Ausscheidungsprotokoll führen und Pat.
darin unterweisen - Arztanordnungen ausführen:
– Klistier
– Einlauf
– Medikamente (Laxanzien) - Stress und Hektik beim Essen und bei der Ausscheidung vermeiden
- Viel zu trinken anbieten (… Liter/Tag)
- Wunschgetränke anbieten
- Ggf. Flüssigkeitsbilanz führen
- Vor dem Frühstück ein Glas (lauwarmes) Wasser trinken
- Ballaststoffreiche Kost, evtl. Leinsamen, Haferkleie, viel Obst
- Pat. über richtige, ballaststoffreiche Ernährung aufklären
- Verdauungsfördernde Lebensmittel anbieten, z. B. Sauerkrautsaft, Trockenpflaumen, Milchzucker
- Stopfende Nahrungsmittel, z. B. Schokolade, Bananen, Weißbrot, Kuchen, schwarzen Tee, vermeiden
- Pat. zur Kolonmassage anleiten und diese durchführen
- Feucht-warme Bauchwickel anwenden
- Pat. zu Bewegung und Spaziergängen raten
- Bei Bettlägerigkeit aktive und/oder passive Bewegungsübungen durchführen
- Pat. auffordern, auf Stuhldrang zu achten und sofort zur Toilette zu gehen
- Auf feste Ausscheidungszeiten achten
- Individuelle Gewohnheiten und Rituale bei der Ausscheidung ermöglichen
- Geregelten Tagesablauf bzgl. der Mahlzeiteneinnahme einhalten
- Intimsphäre schützen
- Ggf. Zähne sanieren lassen
- Prothese auf richtigen Sitz überprüfen
Ergebnisse prüfen
- Stuhlausscheidung/Ausscheidungsprotokoll
- Regelmäßigkeit des Stuhlgangs
- Ernährung
- Flüssigkeitsbilanz
- Bewegung
- Wohlbefinden
- Verständnis, Compliance
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