Hochinfektiöse Erkrankung mit typischem Bläschenausschlag; syn. Windpocken, Wasserpocken
Ursachen
- Varizella-Zoster-Virus
- Übertragung: Tröpfcheninfektion
Symptome
- Fieber
- Zunächst Roseolen u. kleine, rötl. Papeln auf gesamter Haut u. Schleimhaut
- 24 Std. nach Ausbruch: juckende Bläschen mit klarem, später trübem Inhalt u. rotem Hof
- Bläschen trocknen unter Borkenbildung ein
- Bei gesundem, funktionierendem Immunsystem zumeist harmlos
- Bei Immunschwäche schwere Verläufe mit Pneumonie und ZNS-Beteiligung möglich
Diagnostik
- Blickdiagnostik, Erregernachweis aus Blässchen möglich
Therapie
- Juckreiz lindern
– Zinkschüttelmixturen
– Bei starkem Juckreiz Antihistaminika - Bei immungeschwächten Pat. Virostatika u. Immunglobuline
Hinweise zur Pflege
- Haare vorsichtig kämmen, um Bläschen nicht aufzukratzen
- Bei Bläschen im Mund Kamille-Mundspülung
- Ggf. fiebersenkende Maßnahmen
- Bei stationärer Aufnahme Isolation
| Besonderheiten beim Kind |
| > Fingernägel kurz schneiden, kleinen Kindern nachts Handschuhe anziehen > Lauwarme, breiige Kost bei Bläschen im Mund |
Besondere Informationen
- Inkubationszeit: 2–3 Wo., hohe Ansteckungsgefahr
- Komplikationen:
– Entzündung des Kleinhirns
– Varizellen-Pneumonie
– Superinfektion mit Staphylokokken - Prophylaxe: Varizellenimpfung für Kinder u. Jugendl.
- Spätere Reaktivierung des Virus in Form einer Gürtelrose (Herpes zoster) mögl.
- Windpocken-Infektion in Schwangerschaft kann Ungeborenes gefährden, hohe Letalität für Neugeborenes (30 %), wenn Infektion 5 Tage vor bis 2 Tage nach Geburt
- 1 Woche nach Examthem-Beginn kein Besuch öffentlicher Einrichtungen
- Lebenslange Immunität nach durchgemachter Infektion

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