Röteln

Zu meist harmlose Virusinfektion mit kleinfleckigem Ausschlag; syn. Rubeola, Rubella

Ursachen

  • Erreger: Rubella-Virus
  • Übertragung: Kontakt- o. Tröpfcheninfektion, höchstinfektiös

Symptome

  • Meist nur geringe Beschwerden, oft auch symptomfrei
  • 14–21 Tage nach Ansteckung: Schnupfen, Fieber, Schwellung der Hals- u. Nacken-LK
  • Wenige Tage andauerndes kleinfleckiges Rötelnexanthem, v. a. Gesicht, Rücken, Streckseiten der Extremitäten
  • In 50 % Splenomegalie

Diagnostik

  • Klin. Bild

Therapie

  • Rein Symptomatisch

Hinweise zur Pflege

  • Allgemeine Schonung, Vitalzeichenkontrolle
  • Mundschutz, Schutzkittel und Schutzhandschuhe bei Kontakt mit dem Kranken tragen, Patienten isolieren

Besondere Informationen

  • Inkubationszeit: 10–21 Tage
  • 7 Tage vor Exanthemausbruch bis 7 Tage danach sind erkrankte Kinder ansteckend
  • Eine Rötelninfektion bei Schwangeren kann Feten schwer schädigen, v. a. in Frühschwangerschaft (Risiko > 50 %) = Rötelnembryopathie (z. B. Herzfehler und Katarakt)
    – Kontrolle des AK-Titers vor geplanterSchwangerschaft
    – Schwangere sollten Kontakt mit Röteln-Infizierten meiden
  • Prophylaxe: Schutzimpfung STIKO-Empfehlung f. Kinder ab dem 11. Lebensmonat.
  • Meldepflichtig nach IfSG
  • Komplikationen:
    – Arthritiden
    – Thrombozytopenie mit Blutungskomplikationen
    – Enzephalitis (sehr selten)

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