Kehlkopfentzündung
Ursachen
- Viral als Begleiterkrankung, z. B. bei Infekten von Nase, Nasennebenhöhlen, Tonsillen
- Bakteriell bei Superinfektion
- Toxisch (z. B. durch Reizgase), mechanisch (z. B. Stimmüberlastung), thermisch (z.B. Reizklima)
- Gastroösophagealer Reflux
- Pseudokrupp (= kindl. Sonderform mit Schwellung der Schleimhaut unterhalb des Kehlkopfes; syn. subglottische Laryngitis): viraler Atemwegsinfekt; Erreger: Parainfluenza- o. RS-Viren
Symptome
- Pat. ist heiser o. stimmlos
- Halsschmerz, Hustenreiz, subfebrile Temperatur
- Pseudokrupp: entwickelt sich nachts aus
Schlaf heraus; Heiserkeit, bellender Husten,
erschwertes Einatmen, inspiratorischer Stridor,
ggf. Zyanose; Unruhe, Erstickungsangst
Diagnostik
- Anamnese, körperl. Untersuchung, klin.
Bild - Laryngoskopie
Therapie
- Behandlung der Grunderkrankung
- Stimmschonung, Nikotinkarenz
- Inhalation
- Antibiotika bei bakterieller Laryngitis
- Bei Pseudokrupp symptomatische Therapie:
Atemluft anfreuchten; rektale Gabe von Kortikoiden,
ggf. Verneblung von Adrenalin; ggf.
O2-Gabe, selten Intubation mit Beatmung
Hinweise zur Pflege
- Warme Halswickel, Inhalation, für kühle,
feuchte Raumluft sorgen - Pat. soll wenig sprechen
| Besonderheiten beim Kind |
| Bei Pseudokruppanfall beruhigend auf Eltern und Kind einwirken, feucht-kalte Luft zuführen, Manipulationen am Kind auf ein Minimum begrenzen; Eltern auf Gefahr eines Rezidivs hinweisen, zu Maßnahmen im Anfall beraten |
Besondere Informationen
- Chronifizierung durch nicht ausgeheilte akute Laryngitis, ständige Überbeanspruchung der Stimme o. exogene Noxen
- Pseudokrupp: v. a. bei Kindern im Alter zwischen 6 Mon. u. 6 Jahren
- Echter Kruppanfall: lebensbedrohliche Situation, Kehlkopfdiphtherie › Diphtherie

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